Immobilien - Ist die Anlagen in "Betongold" noch sinnvoll?

by Hubertus
3 Minuten
Immobilien - Ist die Anlagen in "Betongold" noch sinnvoll?

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Warum soll man sein Geld in Immobilien anlegen?

Sachwertaspekt

Im Gegensatz zu reinem Geld ist eine Immobilie ein echter Gegenstand in der realen Wert. Geld ist immer das Versprechen des Staats, den Wert zu erhalten. Es ist in erster Linie Zahlungsmittel, aber keine Wertanlage. Auch wenn die Inflationsrate 100% beträgt (sich der Wert also pro Jahr halbiert), behält eine Immobilie ihren Wert (alle anderen Faktoren gleich gelassen).

Zusatzrente

Die Mieteinnahmen können als zusätzliche regelmäßige Einnahme (also Rente) gesehen werden. Dies kann interessant sein für Berufstätige um ihren Lebensstandard zu heben oder den gleichen Standard zu halten mit weniger eigener Arbeit. Auch das Aufstocken der Altersrente ist eine Idee, die von vielen verfolgt wird.

Wertsteigerungen von Grundstücken

Immobilien müssen beständig renoviert werden, da frisst meist die Instandhaltung die langfristigen Gewinne. Die meisten Wertsteigerungen werden allerdings über den Grundstückspreis erreicht. Vor allem, wenn wenig ausgebaute Gebiete im Laufe der Zeit entwickelt werden (Infrastruktur), steigen die Grundstückspreise automatisch.

Steuern und Förderungen

Bei langfristiger Anlage können sich bei der Anlage in Immobilien Steuervorteile ergeben. Auch die Nutzung von Förderungen, zum Beispiel für denkmalgeschützte Immobilien ist eine Möglichkeit, die Rendite zu optimieren.

Eigennutzung

Wer eine Wohnung sein eigen nennt, der kann irgendwann auch selbst einziehen. Eine beliebte Methode ist es, in jungen Jahren eine Wohnung zu kaufen, die Schulden vom Vermieter abzahlen zu lassen und diese im Alter selbst zu beziehen und mietfrei zu wohnen.

Warum soll man sein Geld nicht in Immobilien anlegen?

Organisatorischer Aufwand

Eine Wohnung zu besitzen ist etwas anderes, als Geld im Sparstrumpf aufzubewahren. Es ist immer ein gewisser Aufwand damit verbunden. Das Einsetzen eines Verwalters ist eine Möglichkeit, diesen Aufwand zu minimieren, allerdings ist das wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden. Auch werden Versicherungen fällig.

Reduzierte Liquidität

Das Geld ist zunächst in der Immobilie gebunden. Der Aufwand, dieses wieder in Geld umzuwandeln ist groß. Zunächst muss ein Käufer gefunden werden. Ein Kaufvertrag aufgesetzt werden, beim Notar ein Termin gemacht werden, usw. Das dauert länger, als zum Bankautomaten zu gehen und Bargeld abzuheben.

Verlustrisiko bei vorzeitigem Verkauf

Da beim Kauf und Verkauf von Immobilien Transaktionskosten fällig werden (Notarkosten, Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, etc) kann bei einem vorzeitigen Verkauf der Break-Even Punkt nocht nicht erreicht sein und man macht Verlust. 

Zusammenfassung

Immobilien sind nicht für jedermann. Wer das schnelle Geld sucht oder sein Vermögen nur kurz parken möchte, wird enttäuscht sein.

Wer aber bereit ist, eine langfristige und solide Anlagestrategie zu verfolgen, wird nicht umhinkommen, zumindest einen Teil seines Vermögens in Immobilien anzulegen.